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Thursday, 17. September 2026
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Regional MV

Hanse Sail ohne russische Großsegler: Was jetzt wirklich helfen würde

Die Hanse Sail in Rostock steht seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ohne die russischen Großsegler da, die jahrzehntelang das Bild des Festivals geprägt haben. Eine Rückkehr dieser Schiffe ist politisch und moralisch ausgeschlossen, solange der Krieg andauert. Bund und Land könnten das Festival konkret stärken, indem sie alternative Schiffseinladungen gezielt fördern und die strukturelle Absicherung des weltgrößten Traditionsschiff-Treffens verbessern. Damit würde ein touristisches Aushängeschild Mecklenburg-Vorpommerns langfristig gesichert, das weit über Rostock hinaus Wirkung auf die gesamte Regionalwirtschaft hat.

Die Hanse Sail ist mehr als ein Tourismusevent – sie ist ein Stück regionaler Identität und wirtschaftlicher Rückhalt für Rostock und das Umland. Wer hier über Russland-Kontakte fantasiert, solange Bomben auf ukrainische Städte fallen, setzt das falsche Signal. Wichtiger wäre eine ehrliche Debatte darüber, wie das Festival langfristig ohne politisch belastete Partner stark bleibt.

Für Mecklenburg-Vorpommern stellt sich die Frage, wie Land und Bund das Traditionsschiff-Treffen zukunftsfähig aufstellen – nicht durch Nostalgie, sondern durch neue Partnerschaften mit demokratischen Seefahrtsnationen. Die Hanse Sail hat Potenzial, ein Zeichen für offene und wertegebundene Kulturdiplomatie zu setzen, wenn die Politik den Mut aufbringt, das auch zu fördern.