Direkt zum Inhalt
minutentakt.
Thursday, 17. September 2026
Ticker
International

Hilfsorganisationen unter Beschuss: Caritas fordert EU-Schutz

Weltweit wurden 2025 Hunderte Mitarbeitende humanitärer Organisationen in Konfliktgebieten getötet oder verletzt. Die Caritas fordert deshalb von Bundesregierung und EU verbindliche Schutzmaßnahmen für Helferinnen und Helfer in Krisenregionen. Ohne wirksamen Schutz zivilgesellschaftlicher Akteure können Menschen in Not oft nicht erreicht werden. Internationale Abkommen und gezielter politischer Druck sollen dazu beitragen, die Sicherheitslage für humanitäre Einsatzkräfte zu verbessern.

Humanitäre Helferinnen und Helfer bilden das Rückgrat der internationalen Krisenreaktion und schützen Menschenleben dort, wo staatliche Strukturen versagen. Wenn ihr Schutz nicht gewährleistet wird, trifft das zuerst die verletzlichsten Menschen weltweit. Die Forderung an EU und Bundesregierung, aktiv zu werden, stärkt den Grundsatz, dass Humanitäres Völkerrecht keine Verhandlungsmasse ist.

Europa und Deutschland tragen als wichtige Geber humanitärer Hilfe besondere Verantwortung dafür, dass internationale Hilfsorganisationen sicher arbeiten können. Der politische Druck der Caritas richtet sich an konkrete Entscheidungsträger und zeigt, wie zivilgesellschaftliche Organisationen internationales Handeln einfordern können. Langfristig braucht es verbindliche Schutzmechanismen auf EU-Ebene, die Hilfsorganisationen in aktiven Konfliktzonen besser absichern.