Hitze und Dürre: Warum Atomkraft den Klimatest nicht besteht
Eine Energieversorgung, die unter klimatischen Extrembedingungen versagt, gefährdet Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität – und trifft einkommensschwache Haushalte bei Preissprüngen am härtesten. Die Erkenntnis, dass Atomkraft kein verlässlicher Baustein der Klimaanpassung ist, stärkt den gesellschaftlichen Konsens für eine breit aufgestellte, dezentrale Energieinfrastruktur. Das ist eine Grundvoraussetzung für eine gerechte und resiliente Energieversorgung in einer offenen Gesellschaft.
Für Mecklenburg-Vorpommern, das weder Atomkraftwerke betreibt noch plant, ist dieser Befund eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges: Wind- und Solarenergie sind nicht nur klimafreundlicher, sondern auch klimaresilienter. Bürgerenergiegenossenschaften in MV können dieses Argument nutzen, um lokale Investitionen in erneuerbare Projekte zu stärken. Kommunale Energieplaner sollten die Erkenntnisse über Kühlwasserabhängigkeit als Beleg für dezentrale Speicher- und Netzlösungen nutzen, die auch bei Extremwetter stabil bleiben.