Hitzewellen beschleunigen biologisches Altern ähnlich wie Rauchen
Die Erkenntnis, dass Hitze biologisch altern lässt, verschiebt den Blick: Klimaschutz ist direkte Gesundheitsvorsorge. Besonders ältere Menschen, Pflegebedürftige und sozial benachteiligte Gruppen tragen die gesundheitliche Last des Klimawandels überproportional. Kommunen und Gesundheitssysteme stehen vor der Aufgabe, Hitzeschutzpläne als festen Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge zu etablieren.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner wachsenden älteren Bevölkerung und dem ländlichen Raum, der nur dünn mit Gesundheitsinfrastruktur versorgt ist, sind diese Befunde besonders relevant. Städte wie Schwerin und Rostock sollten ihre Hitzeaktionspläne dringend auf den Prüfstand stellen und konsequent ausbauen. Gleichzeitig eröffnen die Erkenntnisse Chancen für die universitäre Gesundheitsforschung in Greifswald und Rostock, lokale Langzeitstudien zu Hitzestress und Alterung zu initiieren.