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Tuesday, 23. June 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Höhere Steuern auf Alkohol und Junkfood sollen Lebertode senken

Europäische Fachleute fordern deutlich höhere Steuern auf Alkohol und ungesunde Lebensmittel, um die jährlich rund 284.000 Todesfälle durch Lebererkrankungen in Europa zu reduzieren. Die Steuereinnahmen sollen die erheblichen Kosten decken, die diese Produkte für Gesundheitssysteme, Strafjustiz und Sozialdienste verursachen. Ein neuer Bericht bezeichnet die Belastung durch Lebererkrankungen als eskalierend und nicht mehr tragbar. Die Forderungen richten sich an europäische Regierungen und verbinden öffentliche Gesundheit mit fiskalischer Verantwortung.

Lebererkrankungen sind weitgehend vermeidbar und belasten nicht nur Betroffene, sondern auch öffentliche Gesundheitssysteme massiv. Gezielte Steuerpolitik kann Verhaltensprävention mit Finanzierung von Gesundheitskosten verbinden und damit doppelten gesellschaftlichen Nutzen entfalten. Evidenzbasierte Präventionspolitik stärkt langfristig die Funktionsfähigkeit sozialer Sicherungssysteme.

Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern – einem Bundesland mit überdurchschnittlichem Alkoholkonsum – sind solche europäischen Empfehlungen besonders relevant. Höhere Lenkungssteuern könnten Kommunen und Krankenhäuser entlasten, die bereits unter Fachkräftemangel und Finanzierungsdruck leiden. Die Debatte bietet eine Chance, evidenzbasierte Präventionsansätze auf Landes- und Bundesebene stärker zu verankern.