Höhere Steuern auf Alkohol und Junkfood sollen Lebertode senken
Lebererkrankungen sind weitgehend vermeidbar und belasten nicht nur Betroffene, sondern auch öffentliche Gesundheitssysteme massiv. Gezielte Steuerpolitik kann Verhaltensprävention mit Finanzierung von Gesundheitskosten verbinden und damit doppelten gesellschaftlichen Nutzen entfalten. Evidenzbasierte Präventionspolitik stärkt langfristig die Funktionsfähigkeit sozialer Sicherungssysteme.
Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern – einem Bundesland mit überdurchschnittlichem Alkoholkonsum – sind solche europäischen Empfehlungen besonders relevant. Höhere Lenkungssteuern könnten Kommunen und Krankenhäuser entlasten, die bereits unter Fachkräftemangel und Finanzierungsdruck leiden. Die Debatte bietet eine Chance, evidenzbasierte Präventionsansätze auf Landes- und Bundesebene stärker zu verankern.