Wissenschaft & Gesundheit
Holzeinschlag zerstört Mangroven als Klimaschutzspeicher
Mangroven zählen zu den leistungsfähigsten natürlichen Kohlenstoffspeichern weltweit, werden jedoch durch Holzeinschlag rascher zerstört als Landwälder. Eine Feldstudie in Kenia belegt, dass Baumrodungen das ökologische Gleichgewicht dieser Ökosysteme nachhaltig stören und ihre Klimaschutzfunktion erheblich beeinträchtigen. Obwohl Mecklenburg-Vorpommern keine Mangroven besitzt, liefern diese Erkenntnisse wichtige Impulse für den Schutz küstennaher Feuchtgebiete und Moore im Land, die ähnlich bedeutsame Kohlenstoffspeicher darstellen. Der Erhalt solcher Ökosysteme sollte daher als zentrales Element regionaler Klimaschutzstrategien gestärkt werden.
Mangroven speichern im Vergleich zu anderen Wäldern besonders große Mengen Kohlenstoff im Boden und sind damit wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel. Ihr Verlust durch Übernutzung – wie in Kenya – setzt nicht nur gespeichertes CO₂ frei, sondern vernichtet auch Lebensräume und Küstenschutz für lokale Bevölkerungen. Die Studie liefert wissenschaftliche Grundlagen dafür, warum nachhaltiges Management und der Schutz dieser Wälder dringend notwendig sind.