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Saturday, 19. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Hybride Angriffe: Deutschland braucht eine Resilienzstrategie

Hybride Angriffe auf kritische Infrastruktur sind keine abstrakte Bedrohung mehr, wie der Drohnenvorfall in Leipzig zeigt. Deutschland braucht eine Resilienzstrategie, die nicht nur Militär und Behörden, sondern die gesamte Bevölkerung einbezieht. Die Ukraine zeigt, dass gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit auch von unten wächst – aus vernetzten Gemeinschaften, nicht allein aus Sicherheitsapparaten. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner langen Küste, seinen Hafenanlagen und seiner dünnen Behördendecke ist das eine besonders drängende Frage.

Die Sicherheit demokratischer Gesellschaften ist keine reine Staatsaufgabe – sie hängt davon ab, ob Bürgerinnen und Bürger informiert, einbezogen und handlungsfähig sind. Hybride Bedrohungen zielen gezielt auf das Vertrauen in Institutionen, weshalb Transparenz und demokratische Aufklärung ebenso wichtig sind wie technische Schutzmaßnahmen. Wer über Gefahren nur im Vagen warnt, ohne Handlungsoptionen zu benennen, riskiert Ohnmachtsgefühle statt Resilienz.

Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner langen Küstenlinie, dem Ostsee-Schiffsverkehr und kritischer Infrastruktur wie Pipelines und Unterseekabeln ist das Thema hybride Bedrohungen keine abstrakte Angelegenheit. Die Region braucht konkrete Investitionen in Früherkennung und Bevölkerungsschutz – und Debatten, die auch ländliche Gemeinden erreichen, nicht nur Sicherheitsexperten in Hauptstädten. Die Erfahrungen der Ukraine zeigen zudem, dass zivile Resilienz planbar und erlernbar ist.