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Wednesday, 5. August 2026
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IHK-Präsident Hennige bleibt nach ARD-Doku vorerst im Amt

Nach einer ARD-Dokumentation mit schwerwiegenden Vorwürfen gegen IHK-Präsident Krister Hennige hat das Präsidium der IHK Neubrandenburg eine externe Prüfung eingeleitet und Hennige vorläufig von der Außenvertretung entbunden. Er bleibt jedoch zunächst im Amt. Für die Wirtschaftsregion Vorpommern ist die Frage entscheidend, wie schnell und wie transparent diese Prüfung abläuft – denn die IHK vertritt tausende Unternehmen, deren Vertrauen in die Institution gerade auf dem Spiel steht. Eine klare Kommunikation über Ergebnisse und Zeitplan wäre jetzt ein konkretes Signal an die Mitgliedsbetriebe.

Wirtschaftskammern wie die IHK vertreten tausende Unternehmen und haben erheblichen politischen Einfluss in der Region – ihre interne Kultur der Transparenz und Rechenschaft ist daher keine interne Angelegenheit, sondern eine Frage der demokratischen Kontrolle. Wenn Führungspersonen trotz öffentlicher Vorwürfe im Amt bleiben, solange externe Prüfungen laufen, ist das ein Signal, das zeigt, wie schwer Selbstreinigungskräfte in Interessenverbänden wirklich greifen. Für die Glaubwürdigkeit der Kammer gegenüber ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit ist Transparenz im laufenden Verfahren jetzt entscheidend.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Fall mehr als eine Personalie: Er testet, ob wirtschaftliche Selbstverwaltungsorgane auf der Insel Usedom und in der Region tatsächlich rechenschaftspflichtig sind. Eine externe Prüfung ist ein richtiger Schritt, aber die entscheidende Frage lautet, ob deren Ergebnisse öffentlich zugänglich gemacht werden oder intern versickern. Betriebe und Gewerbetreibende von Usedom bis Neubrandenburg, die Pflichtmitglieder der IHK sind, haben ein Recht auf klare Antworten – nicht nur auf eine verwaltete Kommunikationsstrategie.