Direkt zum Inhalt
minutentakt.
Saturday, 26. September 2026
Ticker
International

Indonesien plant weltweit wegweisendes KI-Urheberrechtsgesetz

Indonesien plant eine wegweisende Urheberrechtsreform, die erstmals klare Regeln für KI-generierte Inhalte etablieren soll. Der Gesetzentwurf schützt KI-Werke nur bei maßgeblicher menschlicher Beteiligung und verpflichtet Tech-Konzerne zur Vergütung für die Nutzung journalistischer Inhalte, auch beim KI-Training. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern ist dieses Modell bedeutsam, da es zeigt, wie Medienvielfalt und faire Vergütung für Verlage auch im KI-Zeitalter gesetzlich abgesichert werden können. Die europäische Debatte um den AI Act und Urheberrecht könnte von den indonesischen Erfahrungen wichtige Impulse erhalten.

Das Gesetz adressiert eine globale Herausforderung: Wie schützt eine Gesellschaft menschliche Kreativität im Zeitalter generativer KI, und wer profitiert von der Nutzung journalistischer und künstlerischer Inhalte durch Tech-Konzerne? Die Vergütungspflicht für Nachrichten-Aggregation stärkt die wirtschaftliche Grundlage unabhängiger Medien, was unmittelbar der Pressefreiheit und demokratischer Informationsvielfalt dient.

Indonesiens Vorstoß ist ein wichtiges Signal in der internationalen Debatte um faire KI-Regulierung und könnte als Blaupause für andere Länder dienen – auch für die EU und Deutschland. Die Frage, ob und wie KI-Unternehmen für urheberrechtlich geschützte Trainingsdaten zahlen müssen, wird auch hierzulande intensiv diskutiert. Entscheidend wird sein, ob solche Regelungen tatsächlich Medienhäuser und Kreative stärken oder primär staatlich verwaltete Organisationen begünstigen.