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Monday, 22. June 2026
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Regional MV

Inlandstourismus: Küstenregionen wie MV könnten profitieren

Mehr Inlandstourismus klingt gut für Mecklenburg-Vorpommern, aber die entscheidende Frage ist, ob die Infrastruktur wirklich bereit ist: Wer repariert die Radwege ins Hinterland, wer hält die kleinen Pensionen und Gaststätten am Laufen, und wie kommen Gäste ohne Auto in die Dörfer abseits der Küste? Der Trend bietet eine echte Chance für die Region, aber nur wenn auch das Landesinnere mitgedacht wird und nicht wieder nur die bekannten Küstenorte die Fördergelder sehen. Lokale Tourismusvereine, Heimatvereine und Kommunen wären jetzt gefragt, konkrete Angebote zu entwickeln, bevor das Fenster wieder zu ist.

Stärkerer Binnentourismus kann regionale Wirtschaftskreisläufe beleben und Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen sichern. Für ländliche Gemeinden in MV bedeutet das aber nur dann etwas, wenn Investitionen nicht nur an den bekannten Hotspots ankommen, sondern auch im Hinterland – in kleinen Pensionen, auf Campingplätzen und bei lokalen Anbietern. Tourismus kann gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, wenn er die ansässige Bevölkerung einbezieht statt zu verdrängen.

Für MV als klassisches Urlaubsland klingt die Botschaft zunächst ermutigend – doch die Frage ist, wer konkret davon profitiert. Rügen, Usedom und Warnemünde sind bekannt und ausgebucht, aber was ist mit Boizenburg, Malchow oder dem Landkreis Ludwigslust-Parchim? Damit Tourismus wirklich in der Fläche wirkt, braucht es gezielte Förderung abseits der Küsten-Magneten und verlässliche Infrastruktur – von Radwegen bis zur Busanbindung. Kommunen und lokale Initiativen sollten jetzt aktiv werden, um den möglichen Nachfrageschub auch wirklich nutzen zu können.