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Wednesday, 16. September 2026
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International

Iran: Dutzende Demonstranten hingerichtet – Weltgemeinschaft gefordert

Im Iran wurden zwischen März und August 2026 mindestens 29 Demonstrantinnen und Demonstranten hingerichtet, darunter Minderjährige knapp über 18 Jahren, nach Schnellverfahren, die auf durch Folter erpressten Geständnissen beruhten. Die Hinrichtungen erfolgten teils öffentlich und sollen die Bevölkerung einschüchtern. Menschenrechtsorganisationen fordern von der internationalen Gemeinschaft konsequentes diplomatisches Handeln sowie den Einsatz des Instruments der universellen Gerichtsbarkeit. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern bedeutet dies eine klare Verantwortung, sich in EU- und UN-Gremien für koordinierten Druck auf Teheran einzusetzen und iranische Diaspora-Communitys zu schützen.

Die systematische Hinrichtung von Protestierenden nach offensichtlich unfairen Verfahren stellt einen der gravierendsten Angriffe auf Menschenrechte und demokratische Grundwerte dar, der derzeit weltweit dokumentiert wird. Für eine offene Gesellschaft ist es essenziell, solche Verbrechen klar zu benennen und diplomatischen Druck auf Regierungen zu unterstützen, die das Recht auf Leben und politische Teilhabe mit staatlicher Gewalt unterdrücken.

Aus internationaler Perspektive zeigt dieser Fall, wie dringend multilaterale Mechanismen wie die universelle Gerichtsbarkeit weiterentwickelt und genutzt werden müssen, um Straflosigkeit für staatliche Verbrechen zu beenden. Europäische Staaten, darunter Deutschland, stehen vor der konkreten Frage, ob sie iranische Staatsbedienstete, die nachweislich an Folter und willkürlichen Hinrichtungen beteiligt sind, strafrechtlich verfolgen. Die zivilgesellschaftliche Dokumentationsarbeit von Human Rights Watch und dem Boroumand Center schafft die Grundlage, auf der solche Verfahren überhaupt erst möglich werden.