Israel plant Übergabe von Polizeigewalt im Westjordanland
Die geplante Kompetenzübertragung berührt Grundfragen des Völkerrechts, des Schutzes von Zivilbevölkerungen in besetzten Gebieten und der internationalen Rechtsordnung. Eine de-facto-Annexion besetzter Gebiete untergräbt das Prinzip des Gewaltverbots und schwächt die Glaubwürdigkeit internationaler Institutionen, die für alle offenen Gesellschaften unverzichtbar sind.
Die Entscheidung könnte den seit Jahrzehnten andauernden Nahost-Konflikt weiter eskalieren und setzt die europäischen Regierungen unter Druck, klar Position zu beziehen. Für Deutschland und die EU stellt sich die Frage, welche konkreten außenpolitischen Konsequenzen auf Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht folgen müssen, um die regelbasierte internationale Ordnung glaubhaft zu verteidigen.