IWH-Studie: AfD-Programm für Sachsen-Anhalt kostet Milliarden mehr
Wenn Wahlprogramme von unabhängigen Wirtschaftsinstituten durchgerechnet werden, stärkt das die demokratische Debatte: Wählerinnen und Wähler bekommen verlässliche Grundlagen, statt auf Versprechen angewiesen zu sein, die niemand einlösen kann. Gerade in strukturschwachen ostdeutschen Bundesländern, wo viele Menschen reale Verbesserungen erwarten, ist Transparenz über finanzielle Machbarkeit entscheidend – denn wer mit Versprechungen enttäuscht wird, verliert das Vertrauen in demokratische Institutionen insgesamt.
Die Studie liefert ein Modell, das auch für Mecklenburg-Vorpommern vor Landtags- und Kommunalwahlen nutzbar wäre: unabhängige Institute könnten Wahlprogramme aller Parteien finanziell prüfen und damit den öffentlichen Diskurs versachlichen. Das wäre kein Angriff auf Parteien, sondern ein Dienst an den Wählerinnen und Wählern. Ostdeutsche Bundesländer mit engen Haushaltsspielräumen brauchen gerade diese Art von evidenzbasierter politischer Debatte.