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Sunday, 13. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Japanischer Bohrwurm in Europa: Versteckter Einwanderer entlarvt

Ein japanischer Vielborster-Wurm wurde mithilfe genetischer Analysen als eingeschleppte Fremdart in französischen Küstengewässern identifiziert, wo er vermutlich seit 2004 unbemerkt lebt. Die Verwechslung mit einer einheimischen Art zeigt, wie wichtig moderne Bestimmungsmethoden für die Überwachung mariner Ökosysteme sind. Als Einschleppungsweg gilt der Import lebender japanischer Austern für die Aquakultur, was auch für die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns relevante Fragen zur Biosicherheit in der Aquakulturbranche aufwirft. Der Fund unterstreicht den Wert systematischer genetischer Kontrollen zum Schutz einheimischer Meeresökosysteme.

Der Fall zeigt, wie der internationale Handel mit lebenden Meeresorganismen unbemerkt invasive Arten einschleppen kann – mit potenziellen Folgen für marine Ökosysteme. Bessere Kontrollmechanismen und molekulare Artbestimmung sind nötig, um solche biologischen Invasionen frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.