Wissenschaft & Gesundheit
Japanischer Bohrwurm heimlich in Europas Austernfarmen eingewandert
Ein aus Japan stammender Bohrwurm hat sich unbemerkt in europäischen Austernfarmen etabliert und war mindestens seit 2004 in französischen Küstengewässern präsent, ohne erkannt zu werden. Die Verwechslung mit einer einheimischen Art zeigt, wie lückenhaft das Monitoring invasiver Meeresorganismen in Europa noch ist. Für die Aquakulturbranche in Mecklenburg-Vorpommern, die ebenfalls Muscheln und Austern produziert, unterstreicht dieser Fund die Notwendigkeit verbesserter Überwachungsverfahren und einer kritischen Prüfung von Importen lebender Meerestiere.
Der Fall zeigt, wie der globale Handel mit lebenden Meeresfrüchten unbemerkt invasive Arten in europäische Ökosysteme einschleust – oft jahrelang unentdeckt, weil fremde Arten einheimischen stark ähneln. Für die Aquakulturbranche und Naturschutzbehörden unterstreicht das die Notwendigkeit strengerer Importkontrollen und besserer Artbestimmungsmethoden.