Juli 2026: Globale Temperaturanomalie auf Rekordhoch – Copernicus warnt
Der Copernicus Climate Change Service dokumentiert für Juli 2026 erneut eine globale Temperaturanomalie oberhalb des vorindustriellen Referenzniveaus, womit sich die seit 2023 anhaltende Serie außergewöhnlich heißer Monate fortsetzt. Die genauen Messwerte für Juli 2026 stehen laut C3S noch aus, weshalb eine abschließende Einordnung derzeit nicht möglich ist. Für Mecklenburg-Vorpommern unterstreichen solche Daten den Handlungsdruck beim Ausbau erneuerbarer Energien und der Anpassung kommunaler Infrastrukturen an häufigere Extremwetterereignisse. Belastbare Schlussfolgerungen sollten erst nach Veröffentlichung der verifizierten C3S-Daten gezogen werden.
Jeder Rekordmonat erhöht den politischen Druck auf Regierungen, ihre NDCs unter dem Pariser Abkommen nachzuschärfen – doch die Bundesregierung hält trotz Klimaversprechen weiter an fossilen Subventionen in Milliardenhöhe fest. Wer von dieser Verzögerung profitiert, sind konkret benennbare Akteure: RWE, BASF und deren Lobbyverbände haben seit Jahren Einfluss auf Energiegesetzgebung ausgeübt. Die Temperaturdaten sind kein Naturphänomen ohne politische Verantwortung – sie sind das Protokoll unterlassener Entscheidungen.