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Thursday, 6. August 2026
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Regional MV

Junglandwirte in MV: Hohe Einstiegskosten bremsen Hofnachfolge

In Mecklenburg-Vorpommern wollen junge Menschen Höfe übernehmen, scheitern aber an den Einstiegskosten für Flächen und Maschinen. Ohne gezielte Förderung droht die Landwirtschaft in der Region langfristig in den Händen weniger Großbetriebe zu landen, was die regionale Lebensmittelversorgung schwächt. Vergünstigte Pachtmodelle, Bürgschaften und staatliche Übergabeprogramme werden als mögliche Lösungen diskutiert. Jetzt braucht es keine weiteren Konzepte, sondern konkrete Instrumente, die auch in der Fläche ankommen und nicht nur auf dem Papier existieren.

Wer Höfe in MV übernimmt, entscheidet mit darüber, ob regionale Lebensmittel eine Zukunft haben oder ob die Landwirtschaft weiter in Richtung anonymer Agrarstrukturen driftet. Ein gut funktionierender Generationswechsel auf Familienbetrieben stärkt die lokale Wirtschaft, sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum und erhält gewachsene Dorfstrukturen. Das ist kein Nischenthema – das ist Daseinsvorsorge.

Mecklenburg-Vorpommern hat mit die größten landwirtschaftlichen Strukturprobleme in Deutschland: Große Flächen, hohe Pachtpreise, starker Wettbewerb durch Investoren. Junglandwirte, die einen Hof übernehmen wollen, brauchen keine weiteren Konzeptpapiere aus Schwerin – sie brauchen konkrete Instrumente: verlässliche Bürgschaften, bevorzugten Flächenzugang gegenüber Kapitalinvestoren und praxistaugliche Übergabeprogramme. Länder wie Österreich oder Bayern zeigen, dass staatlich begleitete Hofübergaben funktionieren, wenn politischer Wille dahintersteckt.