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Sunday, 20. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Kalifornien schützt Wahlen vor Bundeseinmischung durch Trump

Kalifornien hat ein Gesetzespaket verabschiedet, das Briefwahl schützt und die Beschlagnahme von Wahlunterlagen unter Strafe stellt. Die Maßnahmen zeigen, dass Bundesstaaten demokratische Grundstrukturen aktiv und eigenständig verteidigen können – auch gegen Druck von oben. Das Modell ist international beachtenswert: Wer Wahlen sichern will, braucht konkrete Schutzgesetze, keine Absichtserklärungen.

Wenn Exekutiven beginnen, Wahlprozesse zu ihren Gunsten zu beeinflussen, ist das ein Angriff auf das Fundament demokratischer Gesellschaften – das gilt in den USA genauso wie anderswo. Dass ein Bundesstaat legislative Schutzwälle errichtet, zeigt: Demokratie braucht aktive Verteidiger auf jeder Ebene, nicht nur auf nationaler. Für offene Gesellschaften ist entscheidend, dass Wahlen frei und manipulationssicher bleiben – unabhängig davon, wer gerade an der Macht ist.

Kaliforniens Gesetzespaket ist mehr als eine Reaktion auf Trump – es ist ein Modell dafür, wie rechtsstaatliche Strukturen konkret gegen politischen Missbrauch abgesichert werden können. Die Kriminalisierung von Wahlunterlagen-Beschlagnahme ist dabei besonders bemerkenswert: Sie schließt eine Lücke, die autoritäre Akteure gezielt ausnutzen. Für Deutschland und Europa bietet das durchaus Denkanstoß: Welche gesetzlichen Schutzlücken existieren hierzulande, und wer schließt sie – bevor jemand sie ausnutzt?