Kalifornien schützt Wahlen vor Bundeseinmischung durch Trump
Wenn Exekutiven beginnen, Wahlprozesse zu ihren Gunsten zu beeinflussen, ist das ein Angriff auf das Fundament demokratischer Gesellschaften – das gilt in den USA genauso wie anderswo. Dass ein Bundesstaat legislative Schutzwälle errichtet, zeigt: Demokratie braucht aktive Verteidiger auf jeder Ebene, nicht nur auf nationaler. Für offene Gesellschaften ist entscheidend, dass Wahlen frei und manipulationssicher bleiben – unabhängig davon, wer gerade an der Macht ist.
Kaliforniens Gesetzespaket ist mehr als eine Reaktion auf Trump – es ist ein Modell dafür, wie rechtsstaatliche Strukturen konkret gegen politischen Missbrauch abgesichert werden können. Die Kriminalisierung von Wahlunterlagen-Beschlagnahme ist dabei besonders bemerkenswert: Sie schließt eine Lücke, die autoritäre Akteure gezielt ausnutzen. Für Deutschland und Europa bietet das durchaus Denkanstoß: Welche gesetzlichen Schutzlücken existieren hierzulande, und wer schließt sie – bevor jemand sie ausnutzt?