Kambodscha: 16 Organisationen fordern Freilassung inhaftierter Journalisten
Wenn Journalisten für ein Foto ins Gefängnis kommen, ist das kein kambodschanisches Randproblem – das ist ein globales Signal an alle, die unbequeme Wahrheiten dokumentieren. Nationales Sicherheitsrecht wird hier als Werkzeug eingesetzt, um Berichterstattung zu kriminalisieren. Überall dort, wo Pressefreiheit unter Druck gerät, leidet die gesamte Öffentlichkeit: Ohne unabhängige Journalisten können Bürgerinnen und Bürger keine fundierten Entscheidungen treffen.
Dieser Fall steht exemplarisch dafür, wie Staaten unter dem Deckmantel nationaler Sicherheit kritischen Journalismus mundtot machen. Der koordinierte Appell von 16 Organisationen zeigt, dass internationale Zivilgesellschaft handlungsfähig ist – und dass Druck auf Regierungen Wirkung haben kann. Für Europa und Deutschland ist das ein Maßstab: Wie konsequent werden solche Fälle in der Außenpolitik thematisiert, und wie schützen wir Pressefreiheit als Teil demokratischer Werte – nicht nur im Inland?