Kemfert fordert „Solarjahr" für junge Menschen in der Energiewende
Ein Solarjahr stärkt gleich zwei gesellschaftliche Ziele: Es beschleunigt die Energiewende und gibt jungen Menschen praktische Handlungsmacht in einer zentralen Zukunftsfrage. Wer früh an realen Projekten mitarbeitet, entwickelt nicht nur technisches Wissen, sondern auch ein tieferes Verständnis für kollektive Verantwortung – das ist ein Gewinn für die offene Gesellschaft. Zudem kann das Modell Brücken bauen zwischen städtischen und ländlichen Räumen, wenn junge Menschen gezielt in unterversorgten Regionen eingesetzt werden.
Für Mecklenburg-Vorpommern wäre ein Solarjahr-Programm besonders attraktiv: Das Land hat viel Fläche, viele laufende Wind- und Solarprojekte und gleichzeitig einen Fachkräftemangel im Handwerk und der Energietechnik. Bürgerenergiegenossenschaften und kommunale Versorger könnten als Träger fungieren und junge Menschen direkt in Installationen, Wartung und Planung einbinden. Damit würde das Solarjahr nicht nur Klimaschutz voranbringen, sondern auch regionale Wertschöpfung und Qualifizierung in einem Aufwasch liefern. Die Frage der sozialen Absicherung – also wer die Teilnahme auch finanziell stemmen kann – muss dabei von Anfang an mitgedacht werden.