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Saturday, 20. June 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

KI als Turbo für die industrielle Energiewende

Künstliche Intelligenz kann die industrielle Energiewende deutlich beschleunigen, indem sie Energieverbräuche präzise optimiert, Produktionsprozesse effizienter gestaltet und den Wechsel zu erneuerbaren Quellen datenbasiert unterstützt. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen energieintensiven Standorten – etwa in der Papier-, Nahrungsmittel- oder Chemieindustrie – eröffnet das konkrete Chancen zur Kostensenkung und Wettbewerbsstärkung. Entscheidend ist dabei, dass die Vorteile dieser Technologie nicht nur Großkonzernen zugutekommen, sondern über geeignete Förderprogramme und Kooperationsmodelle auch mittelständischen Betrieben und kommunalen Energieprojekten zugänglich gemacht werden. Bürgerenergiegenossenschaften könnten KI-gestützte Steuerungssysteme gemeinsam finanzieren und so Skaleneffekte erzielen, die bislang nur großen Akteuren vorbehalten waren.

Eine KI-gestützte Beschleunigung der Energiewende in der Industrie kann den gesellschaftlich notwendigen Dekarbonisierungspfad realistischer machen und gleichzeitig Energiekosten langfristig senken. Für eine offene Gesellschaft ist dabei wichtig, dass die Effizienzgewinne nicht nur bei Großkonzernen verbleiben, sondern auch kleinen und mittleren Unternehmen sowie kommunalen Versorgern zugutekommen. Die demokratische Frage lautet: Wer steuert diese KI-Systeme, und wer profitiert von den eingesparten Kosten?

Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen energieintensiven Industriebetrieben und dem hohen Anteil erneuerbarer Erzeugung bietet KI-gestützte Energieoptimierung konkrete Anknüpfungspunkte. Kommunale Versorger und Bürgerenergiegenossenschaften könnten KI-Tools nutzen, um Lastmanagement und Einspeiseprognosen zu verbessern. Die Skalierbarkeit solcher Lösungen hängt stark von Förderprogrammen und offenen Datenschnittstellen ab, die auch kleinere Akteure einbeziehen.