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Monday, 14. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

KI-Chatbots und Strompreise: Wenn Algorithmen falsch liegen

KI-Chatbots wie ChatGPT werden zunehmend für die Suche nach günstigen Stromtarifen genutzt, bergen jedoch erhebliche Risiken: Sogenannte Halluzinationen führen dazu, dass Systeme veraltete oder schlicht falsche Preisangaben mit scheinbarer Sicherheit präsentieren. Die wissenschaftliche Evidenz für dieses Phänomen ist gut belegt und betrifft alle gängigen Sprachmodelle. Verbraucherinnen und Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern sind gut beraten, KI-Empfehlungen zu Energietarifen grundsätzlich mit aktuellen Vergleichsportalen oder der Verbraucherzentrale gegenzuprüfen, bevor sie Verträge abschließen.

Wer beim Stromanbieterwechsel auf KI-Ausgaben vertraut, ohne diese zu überprüfen, riskiert, teure Fehlentscheidungen zu treffen. Digitale Medienkompetenz und ein gesundes Misstrauen gegenüber automatisierten Empfehlungen sind essenziell für eine informierte Teilhabe am Energiemarkt. Verbraucherschutzorganisationen und Bildungseinrichtungen sind gefordert, über die Grenzen von KI-Systemen aufzuklären.

Die Energiewende gelingt nur, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher fundierte Entscheidungen über Tarife und Anbieter treffen können. KI-Tools, die dabei falsche Orientierung geben, untergraben dieses Ziel. Transparente, geprüfte Vergleichsplattformen und klare Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten sind konkrete Schritte, die die Politik und Verbraucherschutzverbände jetzt einfordern sollten.