KI in der Wissenschaft: Verstehen wir noch, was wir erforschen?
Wenn Forschung auf Methoden beruht, die selbst Expertinnen und Experten nicht vollständig durchschauen, entstehen neue Anforderungen an wissenschaftliche Transparenz und Vertrauen. Eine offene Gesellschaft braucht Wissenschaft, deren Ergebnisse nicht nur stimmen, sondern auch erklärt und hinterfragt werden können. Die öffentliche Auseinandersetzung mit diesen Fragen stärkt die wissenschaftliche Kultur und die demokratische Kontrolle über technologiegetriebene Erkenntnisprozesse.
Die Frage nach dem Verständnis KI-generierter Forschungsergebnisse ist keine abstrakte Philosophie, sondern eine praktische Herausforderung für Universitäten, Forschungseinrichtungen und Fördergremien. Institutionen wie die Universität Rostock oder Greifswald stehen vor denselben Fragen, wenn sie KI-gestützte Forschungsmethoden einsetzen. Transparenzstandards und neue Formen der Ergebnisdokumentation werden in den nächsten Jahren zu zentralen wissenschaftspolitischen Themen.