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Monday, 14. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

KI erkennt Herzerkrankungen bei Frauen über Mammografie

Eine neue KI-gestützte Methode ermöglicht es, aus routinemäßigen Mammografieaufnahmen nicht nur Brustkrebs, sondern auch koronare Herzerkrankungen, Bluthochdruck und überstandene Schlaganfälle zu erkennen. Da Herzerkrankungen die häufigste Todesursache bei Frauen weltweit sind und oft zu spät diagnostiziert werden, könnte diese Innovation die Früherkennung deutlich verbessern. Besonders vielversprechend ist, dass keine zusätzlichen Untersuchungen notwendig wären, da bestehende Vorsorgestrukturen genutzt werden. Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern, wo ländliche Regionen mit eingeschränkter medizinischer Infrastruktur besonders herausfordernd sind, könnte diese Methode einen wichtigen Beitrag zur Versorgungsgerechtigkeit leisten.

Herzerkrankungen bei Frauen werden medizinisch systematisch unterschätzt und zu spät diagnostiziert, was jährlich zu vermeidbaren Todesfällen führt. Ein KI-gestütztes Screening, das bereits vorhandene Untersuchungen nutzt, senkt Hürden für Früherkennung erheblich und stärkt die gesundheitliche Gleichstellung von Frauen. Gelingt die Übertragung in den Versorgungsalltag, profitieren besonders Frauen in ländlichen und unterversorgten Regionen, die weniger Zugang zu spezialisierter Diagnostik haben.

Diese Studie verbindet zwei medizinische Bereiche, Krebsvorsorge und Kardiologie, auf innovative Weise und zeigt, wie KI bestehende Ressourcen im Gesundheitssystem klüger einsetzen kann. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum unter Druck steht, könnte ein solcher Dual-Use-Ansatz bei Vorsorgeuntersuchungen besonders wertvoll sein. Universitätskliniken in Rostock und Greifswald wären mögliche Partner, um solche Verfahren in die regionale Versorgungsforschung einzubinden und zu erproben.