KI erkennt Herzerkrankungen in unter zwei Sekunden
Herzerkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit – jede Beschleunigung der Diagnose rettet Leben und entlastet Gesundheitssysteme. Ein KI-gestütztes Screeningwerkzeug, das im Rahmen von Routineuntersuchungen einsetzbar ist, demokratisiert den Zugang zu hochwertiger Herzdiagnostik, auch in Regionen mit weniger Fachärztinnen und Fachärzten. Das stärkt die gesundheitliche Chancengleichheit.
Für Mecklenburg-Vorpommern, wo der Fachärztemangel auf dem Land ein strukturelles Problem darstellt, ist ein solches KI-Werkzeug besonders vielversprechend. Hausarztpraxen und Notaufnahmen könnten künftig ohne kardiologische Spezialisierung verlässliche Erstbefunde erstellen. Die Universitätsmedizin Rostock und Greifswald bietet Anknüpfungspunkte für klinische Erprobung und Weiterentwicklung solcher Technologien in der Region.