KI-Greenwashing: Wie Big Tech Klimaversprechen aufbläst
Wenn Technologiekonzerne den enormen Energieverbrauch generativer KI-Systeme hinter vagen Klimaversprechen verstecken, untergräbt das das öffentliche Vertrauen in echte Klimaschutzmaßnahmen und verzerrt politische Entscheidungsprozesse. Eine informierte Zivilgesellschaft braucht transparente, wissenschaftlich belastbare Daten über den tatsächlichen Ressourcenverbrauch digitaler Infrastruktur, um Unternehmen und Gesetzgeber wirkungsvoll zur Rechenschaft zu ziehen. Dieser Bericht leistet genau das: Er gibt Bürgerinnen und Bürgern, Journalistinnen und Politikerinnen ein Werkzeug, um Greenwashing-Behauptungen systematisch zu hinterfragen.
Für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern ist diese Analyse direkt relevant, weil auch hierzulande neue Rechenzentren und KI-Infrastruktur mit Klimanutzen beworben werden, während ihr tatsächlicher Strombedarf die regionalen Netze belastet. Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften, die erneuerbaren Strom produzieren, müssen wissen, ob Großabnehmer wie Rechenzentren wirklich zur Energiewende beitragen oder sie konterkarieren. Regulatorisch bietet die EU-KI-Verordnung Ansätze für Transparenzpflichten beim Energieverbrauch, die zivilgesellschaftliche Akteure jetzt einfordern sollten. Konkrete Zahlen zu Stromverbrauch und CO2-Fußabdruck generativer KI-Systeme müssen zur Pflichtangabe werden, damit echte Klimabilanzen möglich sind.