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Thursday, 6. August 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

KI-Nutzung: Ostdeutsche Firmen hinken Westen deutlich hinterher

Weniger als zwei Fünftel der Unternehmen in Ostdeutschland nutzen Künstliche Intelligenz, während es bundesweit mehr als die Hälfte sind. Das Ifo Institut sieht darin einen strukturellen Rückstand bei der Technologieadoption, der die Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig beeinträchtigen könnte. Der Befund macht zugleich deutlich, wo gezielte Förderangebote und Beratungsstrukturen für Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern konkret ansetzen sollten, um den Rückstand aufzuholen.

Ein technologischer Rückstand bei kleinen und mittleren Unternehmen schwächt nicht nur deren Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die wirtschaftliche Grundlage ganzer Regionen und damit deren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer KI-Potenziale nicht nutzt, verliert Arbeitsplätze, Innovationskraft und letztlich Steuereinnahmen, die für öffentliche Daseinsvorsorge gebraucht werden. Gezielter Wissenstransfer und Förderprogramme können hier konkret gegensteuern.

Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner kleinteiligen Unternehmensstruktur ist der Befund besonders brisant: Viele Betriebe verfügen weder über die personellen noch die finanziellen Ressourcen, KI-Technologien eigenständig einzuführen. Hochschulen wie die Universitäten Rostock und Greifswald sowie Wirtschaftsförderungseinrichtungen des Landes könnten gemeinsam praxisnahe Transferprogramme entwickeln. Digitalisierungsnetzwerke und Kompetenzzentren bieten dabei einen vielversprechenden Ansatz, den Rückstand aufzuholen.