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Friday, 18. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

KI-Rechenzentren: Strombedarf steigt bis 2037 um 115 Terawattstunden

Der wachsende Strombedarf durch KI-Rechenzentren – bis zu 115 Terawattstunden bis 2037 – ist eine reale Herausforderung, die in Mecklenburg-Vorpommern jedoch als strategische Chance begriffen werden kann: Das Land verfügt über reichlich erneuerbare Energiekapazitäten, günstige Flächen und wachsende Netzinfrastruktur, die Rechenzentren direkt mit Windstrom koppeln könnten. Als steuerbare Großverbraucher können solche Anlagen das Stromnetz stabilisieren und überschüssigen Windstrom sinnvoll nutzen, statt ihn abzuregeln. Entscheidend ist, dass Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften frühzeitig an Planungsprozessen beteiligt werden, damit Wertschöpfung in der Region bleibt.

Ein wachsender Strombedarf durch KI-Infrastruktur ist nur dann gesellschaftlich vertretbar, wenn er vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt wird und der Netzausbau nicht zu Lasten der Allgemeinheit geht. Die Frage der gerechten Kostenverteilung ist zentral: Konzerninvestoren profitieren von der digitalen Infrastruktur, während Haushalte und Kommunen die Netzkosten mitfinanzieren. Eine transparente Regulierung und Beteiligung der Öffentlichkeit an Standortentscheidungen stärken das demokratische Fundament dieser Transformation.

Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem hohen Anteil an Wind- und Solarstrom liegt eine Chance: Rechenzentren könnten hier direkt an bestehende erneuerbare Erzeuger angebunden werden und überschüssigen Strom sinnvoll nutzen. Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften sollten frühzeitig in Standortkonzepte einbezogen werden, um wirtschaftliche Teilhabe zu sichern. Gleichzeitig ist der Wasserverbrauch für Kühlung ein kritischer Faktor in der Flächenplanung. Die Landesregierung MV sollte klare Effizienz- und Nachhaltigkeitskriterien für neue Rechenzentrumsstandorte formulieren.