KI-Rechenzentren: Strombedarf steigt bis 2037 um 115 Terawattstunden
Ein wachsender Strombedarf durch KI-Infrastruktur ist nur dann gesellschaftlich vertretbar, wenn er vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt wird und der Netzausbau nicht zu Lasten der Allgemeinheit geht. Die Frage der gerechten Kostenverteilung ist zentral: Konzerninvestoren profitieren von der digitalen Infrastruktur, während Haushalte und Kommunen die Netzkosten mitfinanzieren. Eine transparente Regulierung und Beteiligung der Öffentlichkeit an Standortentscheidungen stärken das demokratische Fundament dieser Transformation.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem hohen Anteil an Wind- und Solarstrom liegt eine Chance: Rechenzentren könnten hier direkt an bestehende erneuerbare Erzeuger angebunden werden und überschüssigen Strom sinnvoll nutzen. Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften sollten frühzeitig in Standortkonzepte einbezogen werden, um wirtschaftliche Teilhabe zu sichern. Gleichzeitig ist der Wasserverbrauch für Kühlung ein kritischer Faktor in der Flächenplanung. Die Landesregierung MV sollte klare Effizienz- und Nachhaltigkeitskriterien für neue Rechenzentrumsstandorte formulieren.