Kinder und Social Media: Stärken statt sperren
Die Frage, wie Gesellschaften mit dem digitalen Aufwachsen von Kindern umgehen, ist eine Frage der Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Verbote schützen privilegierte Kinder, weil deren Eltern Alternativen kennen – während Kinder aus bildungsfernen oder ressourcenarmen Haushalten sich selbst überlassen bleiben. Wer Medienkompetenz als öffentliche Aufgabe begreift, stärkt demokratische Teilhabe für alle.
Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, besonders im ländlichen Raum, stehen vor realen Herausforderungen: wenig Personal, wenig Geld, große Einzugsgebiete. Medienkompetenzförderung braucht Ressourcen und politischen Willen, nicht nur wohlmeinende Expertenstimmen. Die Debatte muss konkret werden: Welche Schulen bekommen welche Mittel, und wer entscheidet das?