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Wednesday, 16. September 2026
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Kultur

Kinofilm "Staatsschutz" zeigt Neonazi-Gewalt und ihre Folgen

Der Politthriller 'Staatsschutz' beleuchtet mit einer deutschkoreanischen Staatsanwältin als Hauptfigur die gesellschaftlich relevante Frage nach institutionellem Versagen im Umgang mit rechter Gewalt. Der Film regt zur kritischen Auseinandersetzung mit Aufarbeitungsprozessen an und liefert mit dem Kinodebüt von Chen Emilie Yan eine starke schauspielerische Leistung. Das Werk steht exemplarisch für eine wachsende Strömung im deutschen Kino, die rechten Terror und seine gesellschaftlichen Folgen künstlerisch aufarbeitet und damit einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Debatte leistet.

Der Film greift ein zentrales demokratisches Problem auf: Was geschieht, wenn staatliche Institutionen beim Schutz vor rechter Gewalt versagen? Indem er die Perspektive einer Betroffenen mit Migrationsgeschichte ins Zentrum rückt, macht er strukturellen Rassismus und institutionelles Wegschauen sichtbar. Solche Kulturprodukte können gesellschaftliche Debatten über Rechtsterrorismus und die Verantwortung des Staates anstoßen und verstetigen.

Politische Thriller über Rechtsextremismus leisten einen wichtigen kulturellen Beitrag zur Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit. "Staatsschutz" steht in einer Tradition von Werken, die reale Versäumnisse bei der Aufklärung rechter Anschläge – etwa im NSU-Komplex – künstlerisch verarbeiten. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo rechte Strukturen in ländlichen Räumen nach wie vor präsent sind, bietet der Film Anlass zur Reflexion über lokale Zivilgesellschaft und den Umgang mit rechter Gewalt.