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Tuesday, 15. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Klinische Studie: Keto-Diät reduziert Leberfett um 67 Prozent

Eine klinische Studie belegt, dass eine ketogene Ernährung bei Menschen mit Fettleibigkeit, Prä-Diabetes und Fettleber besonders wirkungsvoll ist: Der Leberfettgehalt sank um 67 Prozent, deutlich mehr als bei Mittelmeer- oder fettarmer Diät. Bemerkenswert ist zudem, dass rund die Hälfte der Keto-Teilnehmenden nach vier bis fünf Monaten die Kriterien für Prä-Diabetes nicht mehr erfüllte. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo Stoffwechselerkrankungen überdurchschnittlich verbreitet sind, könnten diese Ergebnisse Impulse für präventive Ernährungsberatung in der Primärversorgung geben. Die Evidenz aus dieser kontrollierten Studie ist belastbar, wenngleich Langzeitdaten zur Nachhaltigkeit der ketogenen Ernährung noch ausstehen.

Fettlebererkrankungen und Prä-Diabetes gehören zu den häufigsten und teuersten chronischen Erkrankungen in Deutschland, deren Behandlung das Gesundheitssystem stark belastet. Ernährungsbasierte Therapieansätze, die ohne Medikamente messbare Verbesserungen erzielen, stärken die Eigenverantwortung der Betroffenen und könnten Präventionsstrategien langfristig neu ausrichten.

Die Studie liefert belastbare Hinweise dafür, dass gezielte Ernährungsumstellungen als eigenständige klinische Intervention ernst genommen werden sollten. Für Hausärzte und Ernährungsberatung in der Fläche, auch in strukturschwachen Regionen wie MV, bieten solche Erkenntnisse praktische Anknüpfungspunkte für die Patientenberatung. Weitere Langzeitstudien sind nötig, um Nachhaltigkeit und Verträglichkeit der ketogenen Ernährung vollständig zu bewerten.