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Monday, 14. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Kollektive Intelligenz: Wann Gruppen klüger entscheiden

Gruppen können unter bestimmten Bedingungen nachweislich klügere Entscheidungen treffen als Einzelpersonen – vorausgesetzt, Perspektivenvielfalt, strukturierte Kommunikation und die Vermeidung von Konformitätsdruck sind gewährleistet. Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet dies, dass interprofessionelle Teams und partizipative Planungsprozesse gezielt gefördert werden sollten. Hierarchische Strukturen und Gruppendenken hingegen gefährden die Qualität gemeinsamer Entscheidungen und müssen aktiv verhindert werden.

Kollektive Intelligenz ist eine Grundvoraussetzung für funktionierende Demokratie: Bürgerbeteiligungsverfahren, Bürgerräte und kommunale Entscheidungsprozesse profitieren direkt von diesem Wissen. Wer versteht, unter welchen Bedingungen Gruppen besser entscheiden, kann demokratische Strukturen gezielter gestalten und Partizipation wirksamer machen.

Für die Forschung über Gruppenintelligenz ergeben sich direkte Anwendungsfelder in der Wissenschafts- und Bildungspraxis. Schulen, Hochschulen und Organisationen können auf Basis dieser Erkenntnisse Entscheidungsprozesse verbessern und Teamarbeit neu strukturieren. Die Befunde liefern zugleich eine wissenschaftliche Grundlage für politische Partizipationsformate wie Bürgerräte oder deliberative Verfahren.