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Tuesday, 15. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Kongo: Sicherheitskräfte greifen Verfassungsschützer an

Im Kongo haben Sicherheitskräfte am 12. Juni 2026 friedliche Proteste gegen eine geplante Verfassungsänderung gewaltsam niedergeschlagen, die Präsident Tshisekedi eine verlängerte Amtszeit ermöglichen würde. Während Demonstrierende mit Tränengas und Schlagstöcken angegriffen wurden, griffen regierungsnahe Gruppen Oppositionsbüros an – ohne polizeiliches Einschreiten. Der Vorfall zeigt, wie demokratische Verfassungsgarantien durch gezielte Einschüchterung ausgehebelt werden können. Dokumentierte Zeugenaussagen und Videomaterial belegen die systematische Natur der Repression.

Wenn Bürgerinnen und Bürger ihr verfassungsmäßiges Recht auf friedliche Versammlung nicht wahrnehmen können, ohne von staatlichen Kräften angegriffen zu werden, ist das ein direkter Angriff auf demokratische Grundstrukturen. Besonders gefährlich ist das Muster: Regierungsnahe Schläger übernehmen die Drecksarbeit, während die Polizei wegschaut – eine Strategie, die Verantwortung verschleiert. Wer Verfassungen schützt, schützt alle – das gilt in Kinshasa genauso wie anderswo.

Der Fall Kongo zeigt ein bekanntes Muster autoritärer Machtkonsolidierung: Amtszeitverlängerung per Verfassungsänderung, Kriminalisierung von Protest, organisierte Einschüchterung durch Parteistrukturen. Solche Entwicklungen sind kein isoliertes afrikanisches Phänomen – ähnliche Mechanismen zeigen sich weltweit, auch in Europa. Human Rights Watch leistet hier unverzichtbare Dokumentationsarbeit, die ohne internationale Zivilgesellschaft unsichtbar bliebe.