Kongo: Sicherheitskräfte greifen Verfassungsschützer an
Wenn Bürgerinnen und Bürger ihr verfassungsmäßiges Recht auf friedliche Versammlung nicht wahrnehmen können, ohne von staatlichen Kräften angegriffen zu werden, ist das ein direkter Angriff auf demokratische Grundstrukturen. Besonders gefährlich ist das Muster: Regierungsnahe Schläger übernehmen die Drecksarbeit, während die Polizei wegschaut – eine Strategie, die Verantwortung verschleiert. Wer Verfassungen schützt, schützt alle – das gilt in Kinshasa genauso wie anderswo.
Der Fall Kongo zeigt ein bekanntes Muster autoritärer Machtkonsolidierung: Amtszeitverlängerung per Verfassungsänderung, Kriminalisierung von Protest, organisierte Einschüchterung durch Parteistrukturen. Solche Entwicklungen sind kein isoliertes afrikanisches Phänomen – ähnliche Mechanismen zeigen sich weltweit, auch in Europa. Human Rights Watch leistet hier unverzichtbare Dokumentationsarbeit, die ohne internationale Zivilgesellschaft unsichtbar bliebe.