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Thursday, 17. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Kreuzigung als sexuelle Gewalt: Eine neue theologische Perspektive

Eine theologische Studie beleuchtet die Kreuzigung im Römischen Reich aus einer neuen Perspektive: Demnach war sie nicht nur eine Hinrichtungsmethode, sondern zugleich ein gezielter Akt sexueller Erniedrigung und staatlicher Terrorgewalt. Die öffentliche Zurschaustellung nackter Gekreuzigter diente bewusst der Demütigung und Einschüchterung der Bevölkerung. Diese Einordnung, die auf lateinamerikanischen Bibelauslegungen basiert, regt zu einer vertieften theologischen Auseinandersetzung mit dem Leiden Jesu an.

Die Studie, ursprünglich 1998 präsentiert, ist heute gesellschaftlich hochrelevant: Sie verbindet theologische Forschung mit dem Diskurs über sexualisierte Gewalt und staatliche Unterdrückung. Für Überlebende sexueller Gewalt kann eine solche Deutung des gekreuzigten Jesus eine neue Form der religiösen Identifikation und des Trostes bedeuten.