Kuba: Journalist soll Land verlassen oder ins Gefängnis
Pressefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für funktionierende Demokratien und gesellschaftliche Kontrolle von Machtmissbrauch. Wenn Journalist:innen weltweit zwischen Exil und Gefängnis wählen müssen, schwächt das nicht nur die betroffenen Gesellschaften, sondern sendet ein gefährliches Signal an alle autoritären Regime. Die internationale Solidarität mit bedrohten Journalist:innen ist daher kein abstraktes Ideal, sondern ein konkreter Beitrag zur Verteidigung offener Gesellschaften.
Der Fall Llerandi steht stellvertretend für ein globales Muster: Unabhängiger Journalismus wird in autoritären Staaten systematisch kriminalisiert, obwohl selbst die eigenen Verfassungen Pressefreiheit formal garantieren. Internationale Organisationen wie CPJ leisten dabei unverzichtbare Schutzarbeit. Für Medienschaffende und zivilgesellschaftliche Akteure in Deutschland zeigt dieser Fall, wie fragil Pressefreiheit ist und wie wichtig ihre aktive Verteidigung bleibt.