Direkt zum Inhalt
minutentakt.
Tuesday, 15. September 2026
Ticker
Kultur

Künstlerrechte im KI-Zeitalter: Europa sucht Antworten

Europäische Künstlerinnen und Künstler, darunter Musikerinnen, Schauspieler und Tänzerinnen, stehen vor der Herausforderung, ihre Rechte gegenüber KI-Unternehmen zu sichern, die ihre Darbietungen zum Systemtraining nutzen. Die Europäische Vereinigung der Künstlerorganisationen AEPO-ARTIS arbeitet daran, sogenannte Nachbarschaftsrechte auch im KI-Zeitalter wirksam zu verankern. Diese unveräußerlichen Schutzrechte bewahren Interpretierende davor, dass ihre künstlerischen Leistungen in rufschädigenden Kontexten eingesetzt werden. Auf europäischer Ebene werden derzeit aktiv gemeinsame Lösungsansätze entwickelt, die Kulturschaffenden in ganz Europa – einschließlich Mecklenburg-Vorpommerns – zugutekommen könnten.

Der Schutz von Künstlerrechten gegenüber mächtigen Technologiekonzernen ist eine Frage kultureller Gerechtigkeit und fairer wirtschaftlicher Teilhabe. Wenn das kreative Schaffen von Millionen Europäerinnen und Europäern schutzlos für kommerzielle KI-Systeme genutzt werden kann, gefährdet das langfristig die Vielfalt und Eigenständigkeit europäischer Kulturproduktion.

Die Debatte um KI und Urheberrecht gewinnt in der europäischen Kulturpolitik zunehmend an Gewicht. Für die Kulturszene in Mecklenburg-Vorpommern – mit ihren zahlreichen Theatern, Orchestern und freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern – könnte eine stärkere Verankerung von Nachbarschaftsrechten auf EU-Ebene konkrete Schutzwirkung entfalten. Die Entwicklungen auf europäischer Ebene sollten von regionalen Kultureinrichtungen und Verbänden aufmerksam begleitet werden.