Landtagsgremium entlastet Ex-Tourismusmanager Woitendorf
Wenn ein parlamentarisches Gremium jemanden öffentlich entlastet, zeigt das, dass Kontrollinstitutionen funktionieren können. Für eine offene Gesellschaft ist das kein Selbstläufer, sondern muss immer wieder eingefordert werden. Entscheidend ist, was nun folgt: Wer hat Fehler gemacht, wer trägt Verantwortung, und wie wird verhindert, dass einzelne Personen künftig ohne ausreichende Grundlage beschädigt werden?
Im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern wissen viele Menschen, wie schnell ein Ruf kaputt ist und wie selten jemand öffentlich geradegerückt wird. Dieser Fall hat das Potential, ein Zeichen zu setzen: Politische Institutionen können Fehler korrigieren, wenn der Druck groß genug ist. Das Wirtschaftsministerium steht nun in der Pflicht, transparent zu erklären, wie es zu der Situation kam. Eine bloße Pressemitteilung reicht nicht.