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Friday, 19. June 2026
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Landtagsgremium entlastet Ex-Tourismusmanager Woitendorf

Ein Landtagsgremium hat den früheren Tourismusmanager Tobias Woitendorf entlastet – das ist erst einmal ein gutes Zeichen dafür, dass parlamentarische Kontrolle funktionieren kann. Grüne und CDU fordern jetzt eine öffentliche Rehabilitation und schauen genau hin, was das Wirtschaftsministerium daraus macht. Ob das wirklich Konsequenzen hat oder nur eine Pressemitteilung bleibt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Für die Region bleibt die Frage: Was bedeutet dieser Fall für das Vertrauen in öffentliche Institutionen und in die Menschen, die sich beruflich für Mecklenburg-Vorpommern einsetzen?

Wenn ein parlamentarisches Gremium jemanden öffentlich entlastet, zeigt das, dass Kontrollinstitutionen funktionieren können. Für eine offene Gesellschaft ist das kein Selbstläufer, sondern muss immer wieder eingefordert werden. Entscheidend ist, was nun folgt: Wer hat Fehler gemacht, wer trägt Verantwortung, und wie wird verhindert, dass einzelne Personen künftig ohne ausreichende Grundlage beschädigt werden?

Im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern wissen viele Menschen, wie schnell ein Ruf kaputt ist und wie selten jemand öffentlich geradegerückt wird. Dieser Fall hat das Potential, ein Zeichen zu setzen: Politische Institutionen können Fehler korrigieren, wenn der Druck groß genug ist. Das Wirtschaftsministerium steht nun in der Pflicht, transparent zu erklären, wie es zu der Situation kam. Eine bloße Pressemitteilung reicht nicht.