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Wednesday, 16. September 2026
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International

Lateinamerika: Über 100 Umweltschützer getötet – Brasilien im Fokus

Lateinamerika bleibt die weltweit gefährlichste Region für Umweltschützerinnen und Umweltschützer, wobei sich die Zahl der Getöteten in Brasilien innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt hat. Trotz eines globalen Rückgangs der Gewalt gegen Umweltaktivistinnen und -aktivisten zeigt diese Entwicklung, dass der Einsatz für Natur und Klimaschutz in vielen Ländern mit lebensbedrohlichen Risiken verbunden ist. Internationale Organisationen verstärken daher ihren Ruf nach konkreten rechtlichen Schutzmaßnahmen für Menschen, die natürliche Ressourcen und Ökosysteme verteidigen. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern unterstreicht dies die Verantwortung, zivilgesellschaftliche Netzwerke zu stärken und sich auf europäischer Ebene für verbindliche Schutzstandards einzusetzen.

Der Schutz von Umweltaktivistinnen und -aktivisten ist eine Kernfrage der globalen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, denn ohne sicheres Engagement ist eine funktionierende Zivilgesellschaft nicht möglich. Die Gewalt gegen Umweltschützer richtet sich häufig gegen indigene Gemeinschaften und Menschen ohne politische Lobby, was strukturelle Ungleichheit und Straflosigkeit offenbart. Eine offene Gesellschaft, die Klimagerechtigkeit ernst nimmt, muss auch das Leben jener schützen, die vor Ort für sie einstehen.

Der Bericht ist ein wichtiges Signal für die internationale Gemeinschaft, Menschenrechtsverpflichtungen gegenüber Umweltaktivisten in Handelsabkommen und Diplomatie stärker zu verankern. Deutschland und die EU können durch Lieferkettengesetze und konditionierte Handelsverträge Druck auf Staaten ausüben, die Straflosigkeit dulden. Zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland können diese Zahlen nutzen, um Solidaritätskampagnen und politische Forderungen zu verstärken.