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Thursday, 17. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

UP Law Manila verbannt KI aus Erstsemester-Kursen

Eine philippinische Rechtsfakultät schränkt ab 2026/2027 den KI-Einsatz in Grundlagenfächern ein, nachdem ein Rückgang kritischen Denkens bei Studierenden beobachtet wurde. Diese Entwicklung ist auch für Mecklenburg-Vorpommern relevant, wo Hochschulen wie Greifswald und Rostock zunehmend den sinnvollen Umgang mit KI in der Lehre diskutieren müssen. Die wissenschaftliche Evidenz zu den Auswirkungen generativer KI auf kognitive Fähigkeiten ist noch begrenzt, liefert aber erste Hinweise auf mögliche Risiken bei unreflektierter Nutzung. Für Studierende und Lehrende ergibt sich die Empfehlung, KI bewusst und ergänzend einzusetzen, ohne grundlegende Denk- und Argumentationsfähigkeiten zu vernachlässigen.

Die Entscheidung greift eine globale Bildungsdebatte auf, die unmittelbar demokratierelevant ist: Rechtssysteme und zivilgesellschaftliche Institutionen benötigen Menschen, die eigenständig argumentieren, abwägen und ethisch urteilen können. Eine KI-abhängige Juristengeneration könnte langfristig die Qualität von Rechtspflege und demokratischer Kontrolle gefährden. Das Beispiel zeigt, dass technologischer Fortschritt aktiv pädagogisch gerahmt werden muss, um gesellschaftlichen Schaden zu vermeiden.

Für Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland insgesamt stellt sich dieselbe Frage: Wie viel KI-Unterstützung fördert Lernen, ab wann behindert sie die Entwicklung eigenständigen Denkens? Die Debatte ist besonders in rechts- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern dringend, da dort kritisches Urteilen keine Zusatzqualifikation, sondern Kernkompetenz ist. Bildungseinrichtungen könnten das Modell aus Manila als Ausgangspunkt nutzen, um eigene evidenzbasierte Richtlinien für den KI-Einsatz zu entwickeln.