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Thursday, 17. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

LiDAR-Scan enthüllt 2000 Jahre altes Römerlager in den Alpen

Mittels moderner LiDAR-Laserscanntechnologie haben Archäologen ein rund 2000 Jahre altes römisches Militärlager in den Schweizer Alpen auf etwa 2200 Metern Höhe aufgespürt. Der Fund belegt, dass römische Truppen auch in hochalpine Regionen vordrangen, die bislang als archäologisch uninteressant galten. Die Entdeckung unterstreicht das enorme Potenzial digitaler Fernerkundungsverfahren für die Erforschung bislang verborgener historischer Stätten in unzugänglichem Gelände. Ähnliche Technologien könnten künftig auch für die Erkundung slawischer oder mittelalterlicher Siedlungsstrukturen in Mecklenburg-Vorpommern gewinnbringend eingesetzt werden.

Der Fund zeigt exemplarisch, wie digitale Technologien die Erforschung der eigenen Geschichte revolutionieren und bislang verborgenes Kulturerbe zugänglich machen. Für die offene Gesellschaft ist bedeutsam, dass Wissenschaft immer präzisere Werkzeuge entwickelt, um kollektives Gedächtnis zu erschließen und historische Narrative zu überprüfen oder zu erweitern.

LiDAR und verwandte Fernerkundungsverfahren verändern die Archäologie grundlegend: Wo früher Jahrzehnte aufwendiger Feldarbeit nötig waren, liefern Laserscans binnen kürzester Zeit hochauflösende Geländemodelle. Dieser Ansatz wird weltweit eingesetzt und eröffnet auch für norddeutsche Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern neue Perspektiven bei der Erkundung slawischer Siedlungsspuren oder mittelalterlicher Strukturen.