Machtmissbrauch in Kliniken: Wenn Hierarchien Schutz verhindern
Sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch in medizinischen Einrichtungen gefährden nicht nur die betroffenen Beschäftigten, sondern beeinträchtigen auch die Qualität der Gesundheitsversorgung insgesamt. Ein Arbeitsumfeld, in dem Übergriffe folgenlos bleiben, schädigt das Vertrauen in Institutionen und hemmt Fachkräfte daran, ihren Beruf ausüben zu können.
Der Gesundheitssektor braucht verbindliche Meldepflichten, unabhängige Beschwerdestellen und ein kulturelles Umdenken weg von hierarchischem Schweigen. Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern, die unter Fachkräftemangel leiden, können sich strukturell schützende Arbeitsumgebungen gar nicht leisten. Konkrete Schutzmaßnahmen wie anonyme Meldewege und externe Ombudspersonen sind umsetzbar und sollten Standard werden.