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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

MAGA trifft CDU: Wie US-Rechte deutsche Konservative schulen

Auf der Berlin Campaign Conference vernetzen sich deutsche Konservative mit US-amerikanischen MAGA-Strategen, um rechtskonservative Wahlkampftaktiken nach Deutschland zu transferieren. Ein ehemaliger CDU-Minister tritt dabei als prominenter Redner auf. Zivilgesellschaftliche Organisationen beobachten seit Jahren, wie solche Netzwerke demokratische Prozesse durch koordinierte Einflussnahme von außen zu formen versuchen. Die Transparenz über Finanzierung, Teilnehmer und Ziele solcher Konferenzen bleibt eine zentrale demokratische Forderung.

Wenn politische Akteure Strategien aus einem Umfeld importieren, das Wahlen anzweifelt, Medien als Feinde bezeichnet und Minderheiten systematisch ausgrenzt, betrifft das die Grundlagen des demokratischen Zusammenlebens. Für Menschen ohne Lobby und ohne mächtige Netzwerke ist es besonders wichtig zu wissen, wer im Hintergrund an politischen Botschaften und Kampagnenstrategien bastelt. Transparenz über solche Netzwerke ist keine akademische Übung, sondern Grundvoraussetzung für informierte Wahlentscheidungen.

Die Demokratieforschung belegt, dass transatlantische Strategienetzwerke der Rechten spätestens seit 2016 systematisch aufgebaut werden – mit konkreten Folgen für Wahlkampagnen und politische Kommunikation auch in Deutschland. Die Beteiligung eines früheren CDU-Ministers zeigt, dass diese Verbindungen längst in der bürgerlichen Mitte angekommen sind. Zivilgesellschaft und kritischer Journalismus spielen hier eine Schlüsselrolle: Sie benennen, was Parteipressestellen verschweigen. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo rechtspopulistische Parteien bei Wahlen stark abschneiden, ist das Verständnis solcher Strategienetzwerke besonders relevant.