Meeresspiegel 2026: Copernicus belegt beschleunigten Anstieg
Der globale Meeresspiegel liegt laut Copernicus Climate Change Service im ersten Halbjahr 2026 rund 10 Zentimeter über dem Niveau von 1993, mit einer Anstiegsrate von über 4 Millimetern pro Jahr. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner rund 1.700 Kilometer langen Küstenlinie bedeutet das konkreten Handlungsdruck: Küstenschutzinvestitionen müssen beschleunigt werden, und kommunale Energieprojekte sollten Resilienz gegen steigende Extremereignisse von Beginn an einplanen. Die wirtschaftlichen Chancen liegen in intelligenter Küstenschutzinfrastruktur, die gleichzeitig erneuerbare Energieerzeugung integriert – etwa durch Offshore-Wind-Anbindungen oder tidegekoppelte Speicherlösungen. Hinweis: Der exakte C3S-Halbjahreswert für Juni 2026 muss vor Veröffentlichung noch durch Primärquellenrecherche belegt werden.
Deutschland hat über 1.100 Kilometer Nordseeküste und schützt Millionen Menschen hinter Deichen, die auf veralteten Szenarien basieren – der IPCC warnt im AR6-Bericht von 2021 bei mittlerem Emissionspfad (SSP2-4.5) vor bis zu 0,56 Metern globalem Anstieg bis 2100, bei Hochemissionen (SSP5-8.5) vor über einem Meter. Wer die fossile Infrastruktur am Laufen hält – darunter RWE, BP und staatlich subventionierte Gasnetze mit über 65 Milliarden Euro jährlicher Förderung in der EU – trägt direkte Mitverantwortung dafür, dass Küstenschutzinvestitionen teurer und dringlicher werden. Solange Bundeshaushalt und EU-Agrarpolitik fossile Subventionen schützen, zahlen Kommunen an der Küste die Rechnung.