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Thursday, 17. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Meeresspiegel 2026: Copernicus bestätigt beschleunigten Anstieg

Der Copernicus Climate Change Service dokumentiert für 2026 einen globalen Meeresanstieg von rund 21 Zentimetern gegenüber dem vorindustriellen Niveau bei einer Anstiegsrate von über 4 Millimetern pro Jahr – doppelt so schnell wie noch in den 1990ern. Der schnellere Eisverlust in Grönland und der Westantarktis übertrifft bisherige IPCC-Projektionen, was bestehende Küstenschutzanlagen an der deutschen Nordsee unter Druck setzt. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner rund 1.900 Kilometer langen Küstenlinie bedeutet das: Investitionen in Küstenschutz und klimaresistente Infrastruktur müssen vorgezogen und auf höhere Szenarien ausgerichtet werden. Das schafft zugleich wirtschaftliche Chancen für regionale Unternehmen und Kommunen, die frühzeitig in angepasste Lösungen investieren.

Die Bundesregierung hat den Küstenschutz bislang als Ländersache behandelt und keine bundeseinheitlichen Mindeststandards für Deicherhöhungen festgelegt – obwohl der IPCC in seinem Sechsten Sachstandsbericht (AR6, 2021) bei hohen Emissionsszenarien einen Anstieg von bis zu einem Meter bis 2100 und darüber hinaus als realistisch ausweist. Fossile Energiekonzerne wie RWE und BP, die über Jahrzehnte Klimadesinformation mitfinanziert haben [BELEG FEHLT – RECHERCHE NÖTIG für direkte Zahlungsbelege an deutsche Akteure], profitieren weiter von Subventionen, während Küstengemeinden die Kosten der Folgen tragen. Wer jetzt keine verbindlichen Investitionspflichten in den Küstenschutz verankert, verschiebt Menschenleben auf die Ausgabenseite der Zukunft.