Meeresspiegel 2026: Copernicus bestätigt beschleunigten Anstieg
Der Copernicus Climate Change Service dokumentiert für 2026 einen globalen Meeresspiegel, der bereits 10 Zentimeter über dem Niveau von 1993 liegt – mit weiter zunehmender Anstiegsgeschwindigkeit. Thermische Ozeanausdehnung sowie Eisverluste in Grönland und der Westantarktis treiben diesen Trend an. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner rund 1.900 Kilometer langen Küstenlinie bedeutet das konkreten Handlungsdruck: Küstenschutzinvestitionen müssen jetzt geplant und finanziert werden, nicht erst wenn der Schaden eingetreten ist. Gleichzeitig unterstreichen diese Daten, warum die beschleunigte Energiewende in der Region keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.
Deutschland gibt jährlich über eine Milliarde Euro für Küstenschutz aus – ein Betrag, der nach Einschätzung von Küsteningenieurverbänden bis 2050 deutlich steigen muss, während fossile Subventionen im Bundeshaushalt 2026 weiterhin zweistellige Milliardenbeträge binden [BELEG FEHLT – RECHERCHE NÖTIG]. Das Pariser Abkommen begrenzt den Anstieg bei 1,5 Grad auf voraussichtlich 0,3 bis 0,6 Meter bis 2100 – bei 2 Grad oder mehr werden Meter-Szenarien wahrscheinlich, die ganze Küstenstriche unbewohnbar machen. Wer heute fossile Infrastruktur subventioniert, finanziert morgen den Abriss von Deichen.