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Thursday, 17. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Meeresspiegel 2026: Copernicus-Daten zeigen beschleunigten Anstieg

Die aktuellen Copernicus-Satellitendaten bestätigen einen globalen Meeresspiegelanstieg von rund 22 Zentimetern über dem vorindustriellen Niveau – und die Kurve wird steiler, weil Grönland und die Westantarktis schneller abtauen als erwartet. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner rund 1.950 Kilometer langen Küstenlinie bedeutet das konkreten Handlungsdruck: Der regionale Anstieg an der deutschen Ostseeküste übersteigt den globalen Mittelwert, Sturmfluten werden häufiger und intensiver. Das macht beschleunigte Investitionen in Küstenschutz und Resilienzplanung zur kommunalen Pflichtaufgabe – und eröffnet gleichzeitig Chancen für regionale Planungsbüros, Ingenieursbetriebe und Bürgerenergiegenossenschaften, die dezentrale Schutzkonzepte mit erneuerbarer Energie koppeln.

Deutschland gibt jährlich rund 400 Millionen Euro für Küstenschutzmaßnahmen aus – eine Summe, die Klimaschutzexperten als strukturell unzureichend für ein 2-Grad-Szenario bezeichnen [BELEG FEHLT – RECHERCHE NÖTIG]. Gleichzeitig fließen laut Umweltbundesamt weiter fossile Subventionen in zweistelliger Milliardenhöhe, die den Anstieg langfristig antreiben. Wer Küstenschutz finanziert, aber Fossilsubventionen nicht abbaut, betreibt Symptombehandlung auf Kosten der Steuerzahlenden.