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Monday, 22. June 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Meeresspiegel 2026: Copernicus misst Anstieg ohne Umkehr

Der globale Meeresspiegel liegt 2026 laut Copernicus rund 10 Zentimeter über dem Wert von 1993, mit einer aktuellen Anstiegsrate von 4 Millimetern pro Jahr – doppelt so viel wie in den 1990ern. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner rund 1.900 Kilometer langen Küste bedeutet das wachsenden Druck auf Deiche, Strandabschnitte und küstennahe Infrastruktur. Die Zahlen machen deutlich, dass Küstenschutzinvestitionen keine Option, sondern eine Notwendigkeit sind – und dass die Energiewende als Ursachenbekämpfung noch mehr Tempo braucht. Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften in MV können beides verbinden: lokale Erneuerbare ausbauen und gleichzeitig Einnahmen für Klimaschutzmaßnahmen vor Ort generieren.

Für Deutschland bedeutet das konkret: Die rund 3.700 Kilometer Küstenlinie an Nord- und Ostsee erfordern massiv erhöhte Investitionen in Deiche und Sturmflutschutz – der Generalplan Küstenschutz der norddeutschen Küstenländer ist auf Szenarien ausgelegt, die der aktuelle Anstiegstrend bereits überholt. Die Bundesregierung hat Klimaschutzziele formuliert, finanziert aber weiterhin fossile Subventionen in Milliardenhöhe, die den Meeresanstieg direkt befeuern. Wer heute nicht in Küstenschutz investiert, zahlt morgen für Evakuierungen – das ist keine Prognose, das ist Haushaltspolitik.