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Tuesday, 15. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Meeresspiegel 2026: Copernicus misst historisches Rekordhoch

Der Copernicus Climate Change Service verzeichnet im September 2026 einen globalen Meeresanstieg von rund 22 Zentimetern gegenüber dem vorindustriellen Niveau, wobei sich die Anstiegsrate seit 2006 auf über 4 Millimeter pro Jahr verdoppelt hat. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner rund 1.900 Kilometer langen Küstenlinie bedeutet das konkreten Handlungsdruck: Küstenschutz, Infrastrukturplanung und Siedlungsentwicklung müssen jetzt an beschleunigte Szenarien angepasst werden. Gleichzeitig entstehen Chancen für regionale Ingenieurbüros, Baufirmen und kommunale Versorger, die in klimaresilienter Infrastruktur und erneuerbarer Energie investieren. Je schneller MV die Energiewende vorantreibt und den CO₂-Ausstoß senkt, desto größer ist der Beitrag zur Verlangsamung dieser gefährlichen Entwicklung.

Deutschland gibt jährlich rund 400 Millionen Euro für Küstenschutz aus – ein Betrag, der nach Einschätzung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie [BELEG FEHLT – RECHERCHE NÖTIG] bis 2050 um ein Vielfaches steigen muss, wenn Deichanpassungen mit dem Anstieg Schritt halten sollen. Die Bundesregierung hat Klimaschutzziele wiederholt verfehlt und subventioniert fossile Energieträger mit über 65 Milliarden Euro jährlich (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, 2023) – Geld, das den Anstieg beschleunigt und gleichzeitig für Schutzmaßnahmen fehlt. Wer jetzt nicht in Emissionsreduktion investiert, zahlt später mit Deichen, Umsiedlungen und Menschenleben.