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Monday, 22. June 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Meeresspiegel steigt schneller als erwartet – Küsten unter Druck

Der globale Meeresspiegel steigt laut Copernicus Climate Change Service 2025 mit rund 4,5 mm pro Jahr mehr als doppelt so schnell wie noch in den 1990er Jahren. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner rund 1.900 Kilometer langen Küstenlinie bedeutet das wachsenden Druck auf Deiche, Flachwasserbereiche und Küstengemeinden. Gleichzeitig entstehen konkrete Chancen: Investitionen in Küstenschutz und Klimaresilienz können mit dem Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort verknüpft werden, etwa durch Offshore-Wind als wirtschaftliche Basis für notwendige Schutzmaßnahmen. Je früher Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften in zukunftsfähige Infrastruktur investieren, desto geringer fallen langfristige Folgekosten für die Region aus.

Deutschland gibt jährlich rund 300 Millionen Euro für Küstenschutz aus – eine Summe, die Experten bereits heute als unzureichend bezeichnen, sollte der Anstieg im IPCC-Hochemissionsszenario (RCP 8.5: bis zu einem Meter bis 2100) eintreten. [BELEG FEHLT – RECHERCHE NÖTIG: aktuelle Bundeshaushaltszahlen Küstenschutz 2025/2026] Die Bundesregierung hat bislang keine verbindliche Anpassungsstrategie vorgelegt, die den beschleunigten Szenarien Rechnung trägt – während fossile Subventionen in Deutschland laut Umweltbundesamt 2023 noch immer 65,4 Milliarden Euro jährlich betragen.