Mehr Schutz vor teuren Zusatzleistungen beim Arzt gefordert
Verbraucherschutz im Gesundheitswesen stärkt das Vertrauen in das öffentliche Gesundheitssystem und schützt vor allem vulnerable Patientengruppen vor finanziellem Druck in ohnehin belastenden Situationen. Eine gesetzlich verankerte Bedenkfrist würde das Machtgefälle zwischen medizinischem Fachpersonal und Patientinnen und Patienten zumindest teilweise ausgleichen und informierte Selbstbestimmung fördern.
Das IGeL-Thema ist auch in Mecklenburg-Vorpommern relevant, wo viele Menschen in ländlichen Gebieten auf wenige Arztpraxen angewiesen sind und damit in einem abhängigeren Verhältnis zum Anbieter stehen. Eine gesetzliche Schutzfrist könnte den Reformdruck auf die Bundesregierung erhöhen und Patientenorganisationen neue Argumente liefern. Transparent gestaltete Arzt-Patienten-Kommunikation ist ein zentraler Baustein für ein gerechtes Gesundheitssystem.